Zum Inhalt springen

Kindermette

image0
mit Krippenspiel auf Abstand
Datum:
Veröffentlicht: 4.1.21
Von:
Andrea Müllich

Die Mette am 24. Dezember in St. Ursula war in den vergangenen Jahrzehnten immer ein „Highlight“. An keinem anderen Tag im Jahr ist diese kleine Kapelle so mit Familien gefüllt wie an diesem Nachmittag.

Doch wie wollen wir in dieser außergewöhnlichen Corona-Zeit Weihnachten mit den Kindern feiern? Diese Frage beschäftigte das Kindergartenteam von St. Ursula schon Wochen vor dem großen Fest. Klar wurde, dass es, aufgrund der Hygienevorschriften, in der Kirche selbst nicht möglich sein kann, und so freundete man sich mit dem Gedanken an, das Ganze im Freien stattfinden zu lassen.

Das Gremium der Kirchenverwaltung signalisierte seine tatkräftige Unterstützung beim Aufbau einer weihnachtlichen Kulisse und so konnte Pfarrer Uttenreuther am Heilig Abend das Geburtsfest Jesu auf der Freifläche vor der Kapelle feiern.

Viele Familien kamen und lauschten den Vorschulkindern, die das Weihnachtsevangelium nachspielten, vorgetragen von der Leiterin Sinlke Neumohr-Pflaum. Der nötige Abstand und das Zusammensein der Kinder aus einer Gruppe wurde stets bedacht: Josef und Maria im Stall, die Hirten vor dem lodernden Feuer und eine Schar von Engeln auf Himmelsboden.

Versteckt in der Kapelle, aber gut nach draußen übertragen, musizierten die jungen Erwachsenen Sophia und Antonia weihnachtliche Lieder und das traditionelle „Stille Nacht“, gespielt von Robert Pflaum auf seinem Akkordeon, beendete diese segensreiche Krippenfeier.

Die Kinder „Maria und Josef“ trugen die Futterkrippe mit dem Jesuskind feierlich in die Kapelle vor dem Altar, und nun waren die Familien eingeladen, persönlich noch einmal vor dem „Wunder der heiligen Nacht“ innezuhalten und das mitgebrachte Opferkästchen (eine Spendenaktion für Adveniat) dort abzulegen. Auch hier waren die „Ordner“ immer wieder gefordert auf Abstand, Einbahnstraßenregelung etc. zu achten. Aber die Weihnachtsfreude war bei den Gottesdienstbesuchern angekommen und so war überall eine wohlwollende Atmosphäre zu spüren.

Die „Freude für zuhause“ fanden Eltern und Kinder dann noch am Ausgang der Kapelle; hier hatte das Erzieherteam von St. Ursula wieder liebevolle Weihnachtspost bereitgelegt.

von Karin Ramer